Kopfschmerzen

Kopfschmerzen gehören für viele Menschen zum (Berufs-) Alltag, fast jeder Zweite ist zumindest gelegentlich betroffen. Ursachen und Ausprägungen der Kopfschmerzen können sehr unterschiedlich sein. Insgesamt sind über 160 Kopfschmerzformen bekannt. Häufigste Form ist der so genannte Kopfschmerz vom Spannungstyp. Umfragen zufolge leidet jeder 3. Österreicher an mehr als 30 Tagen im Jahr an dieser inzwischen auch schon als "Volkskopfschmerz" bezeichneten Form.

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Wissenswertes

1. Kopfschmerz und Migräne – was wirklich hilft

Es pocht, es hämmert, Sie können sich nicht konzentrieren … ständige Kopfschmerzen oder Migräneanfälle können Betroffene in ihrer Lebensqualität ganz schön beeinträchtigen. Der starke Schmerz macht das Sein fast unerträglich, sie fühlen sich in ihrer Aktivität extrem eingeschränkt und die Lebensfreude geht zunehmend verloren. Doch sie sind dem „Monster Schmerz“ nicht hilflos ausgeliefert – sorgen Sie jetzt aktiv für Ihr Wohlbefinden.

Kopfschmerz oder Migräne?
Mediziner unterscheiden über 150 verschiedene Kopfschmerzarten und viele Mischarten. Die beiden Haupttypen sind Spannungskopfschmerz und Migräne. So vielfältig wie die Erscheinungsformen können auch die Hintergründe sein. Meist liegt den Beschwerden keine einzelne Ursache zu Grunde, sondern erst das Zusammenspiel von vielen verschiedenen Faktoren löst die Schmerzen aus.
Hauptursachen für Spannungskopfschmerzen sind meist Stress, fehlender Schlaf, zu wenig Entspannung, Überforderung und ein allgemein aus der Balance gekommener Lebensalltag. Bewegung bringt bei dieser Schmerzform oft Erleichterung.
Migräne tritt meist anfallsartig, wesentlich intensiver und länger als der Spannungskopfschmerz auf. Bewegung verstärkt diese Schmerzform. Ursachen sind oft Ernährungsfehler, Unausgewogenheiten und genetische Anfälligkeit.

Den Ursachen auf der Spur
Neben der Behandlung von akuten Schmerzen mit Medikamenten, sollten Betroffene immer auch versuchen, herauszufinden, wo die Ursachen liegen. Denn nur so können sie den Schmerz dauerhaft an der Quelle der Entstehung heilen. Machen Sie sich auf den Weg, nehmen Sie den Schmerz als Wegweiser an und forschen Sie nach den Hintergründen. Hilfreich kann dabei zum Beispiel ein Schmerztagebuch sein, in dem Sie notieren, in welchen Situationen die Schmerzen auftreten, was Sie tagsüber essen, trinken, tun, fühlen und denken.

Was Sie alles selbst tun können
Lebensführung: Vermeiden Sie Überforderungen und Stress. Sorgen Sie regelmäßig für Ausgleich – Entspannung wie auch Bewegung, einen geregelten Tagesrhythmus und eine erholsame Nachtruhe, Aktivität und Rückzug.
Perfektionismus ablegen – es muss nicht immer alles gleich und komplett vollständig erledigt werden. Überfordern Sie sich nicht. Wägen Sie ab, was wirklich wichtig ist und lernen Sie, auch Nein zu sagen – zu sich selbst und zu anderen.
Pausen sind wichtig – sie gehören zum Ganzen dazu. Planen Sie ausreichend Erholungszeiten mit ein. Das ist keine verlorene Zeit, sondern macht Sie sogar noch effektiver. Der Körper erholt sich und sammelt neue Kräfte. Danach können Sie wieder mit viel mehr Energie anpacken.
Das Leben genießen – denn dazu sind wir da. Haben Sie Freude an Ihrem Sein, Ihren Aktionen und den Menschen um sich herum. Freude verbreiten, Schönheit in die Welt bringen und liebevolle Beziehungen pflegen tut uns allen gut, macht glücklich und erfüllt.
Bei Spannungskopfschmerzen: Auf die richtige Sitz- und Schlafhaltung achten, regelmäßig Pausen einlegen – vor allem bei eintönigen Tätigkeiten wie Autofahren, treiben Sie regelmäßig Sport und lösen Sie Belastungen und Konflikte.
Bei Migräne: Unbedingt die Auslöser herausfinden und meiden, am besten mit Hilfe eines Schmerztagebuchs. Einen gesunden Lebensrhythmus finden – mit geregeltem Tagesablauf, einem ausgewogenen Wach-Schlaf-Rhythmus, regelmäßigen Essens- und Sportzeiten. Vor allem emotionale Überforderung verhindern und positive Lebenserfahrungen stärken.
Missbrauch vermeiden: Wenn Sie vorbeugend Medikamente einnehmen, was in manchen Fällen sinnvoll sein kann, achten Sie darauf, dass Sie diese nicht missbrauchen. Das kann zu einem Teufelskreis führen, so dass die Arzneien schließlich nicht mehr helfen, sondern ihrerseits zum Auslöser werden. Sprechen Sie die Dosierung daher gut mit Ihrem Arzt ab.

2. Hilfe bei Spannungskopfschmerz - Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen

Progressive Muskelrelaxation basiert auf einer aktiven Wahrnehmung von An- und Entspannung in den Muskeln und befähigt, aktiv eine möglichst tiefe Entspanntheit im Körper herbeizuführen. Beim Kopfschmerz vom Spannungstyp soll neben einer allgemeinen Entspannung eine sog. konditionierte Entspannungsreaktion erreicht werden. Dies bedeutet, dass der Patient in allen Lebenssituationen kurzfristig eine Entspannungsreaktion abrufen kann. In besonderem Maße soll auf eine suggestive Entspannung der Stirn- und Nackenmuskulatur hingearbeitet werden. Die Patienten sollen lernen, im Alltag muskuläre Anspannungen frühzeitig zu erkennen und diesen entgegenzuwirken. Dies wird als Prinzip der Gegenkonditionierung bezeichnet.

Nehmen Sie sich 5 Minuten Zeit und versuchen Sie es doch einfach mal:
Setzen Sie sich aufrecht hin. Stellen Sie die Füße nebeneinander auf den Boden direkt unter die Knie, die Fersen sind fest auf dem Boden. Lassen Sie zwischen Ihren Knien etwa zwei Handbreit Platz. Versuchen Sie jetzt ganz entspannt zu atmen. Atmen Sie tief in den Bauch ein. Nicht erschrecken, dabei wölbt sich der Bauch vor, das ist ganz normal. Dann atmen Sie wieder aus, der Bauch senkt sich. Atmen sie ein paar Mal ruhig aus und ein.
Dann geht es los: Ballen Sie Ihre Hände zu Fäusten, und ziehen Sie die Unterarme zu den Oberarmen heran. Spannen Sie die Muskeln der Oberarme so fest an, wie Sie können. Halten Sie diese Spannung für 2 bis 4 Sekunden, und lösen Sie sie mit einem Ruck.
Lassen Sie Ihre Arme seitlich nach unten fallen, sie locker baumeln. Erspüren Sie die Veränderung, die dabei in den vorher angespannten Muskeln vor sich geht? Werden sie schwer? Vibrieren sie? Stellen Sie sich zusätzlich vor, Ihr Kopf würde von einer Schnur ganz sacht nach oben gezogen.

Volksleiden Spannungskopfschmerz
Kopfschmerzen gehören für viele Menschen zum (Berufs-)Alltag, fast jeder Zweite ist zumindest gelegentlich betroffen. Ursachen und Ausprägungen der Kopfschmerzen können sehr unterschiedlich sein. Insgesamt sind über 160 Kopfschmerzformen bekannt. Häufigste Form ist der so genannte Kopfschmerz vom Spannungstyp. Umfragen zufolge leidet jeder 3. Österreicher an mehr als 30 Tagen im Jahr an dieser inzwischen auch schon als „Volkskopfschmerz“ bezeichneten Form. Charakteristische Symptome sind ziehende, drückende, dumpfe Schmerzen, die sich beidseitig an den Schläfen oder im Bereich der Stirn bemerkbar machen. Der Schmerz kann sich aber auch vom Nacken aus über den Hinterkopf bis vorne zur Stirn ziehen.

Oft kommen muskuläre Verspannungen als Ursache in Betracht. Diese können häufig eine Folge der Arbeitsumstände sein. Fehlhaltungen bei sitzender Tätigkeit (z.B. vor dem Bildschirm), permanenter Zeitdruck, Dauerbelastung, die nur selten Möglichkeiten für Erholungs- und Entspannungspausen bietet, sind eine typische Ausgangsbasis für die Entstehung von Spannungskopfschmerzen.

3. Bereits 40% der Schulkinder klagen über Kopfschmerzen

Immer mehr Kinder leiden unter Kopfschmerzen. Kinderärzte warnen: die Zahl der Betroffenen hat sich in den letzten Jahrzehnten mehr als verdoppelt. So soll schon jedes fünfte Kind im Vorschulalter, über die Hälfte der Kinder am Ende der Grundschulzeit und nahezu jedes Kind zwischen 6 und 16 Jahren Erfahrungen mit Kopfschmerzen haben. Kinder, die kritische Lebensphasen wie die Scheidung der Eltern durchlaufen, sollen häufiger erkranken. Aber auch Schulbelastung, Schlafmangel, langes Sitzen vor Computer und Fernseher sowie Terminstress in der Freizeit, der wenig Zeit für Bewegung an frischer Luft und Entspannung lässt, begünstigen das Auftreten der Kopfschmerzen. Darüber hinaus kann auch schon bei Kindern der so genannte Medikamenten induzierte Kopfschmerz auftreten, ein Kopfschmerz, der durch den Übergebrauch von Schmerzmittel entstehen kann. Wichtig ist es daher gerade für Kinder, zunächst natürlichen Alternativen gegenüber chemischen Schmerzmitteln den Vorrang zu geben.

4. Kopfschmerzen durch Speiseeis

Hochsommerliche Tage – eiskaltes Vergnügen: Der Besuch einer Eisdiele oder auch nur der Griff in die Tiefkühltruhe – Eis, oder genauer gesagt, Speiseeis hat jetzt Hochsaison. Doch für manche Mitmenschen bleibt dieser Genuss nicht ohne Folgen: Sie verziehen schmerzgepeinigt das Gesicht, denn ein stechender Kopfschmerz durchrast in sekundenschnelle ihren Kopf – um so rasch zu verschwinden, wie er aufgetaucht ist. Nein, das ist kein Sommerwitz, sondern leider schmerzhafte Wirklichkeit, und fast vierzig Prozent unserer Mitmenschen können es bestätigen.

Der so genannte Eiscremekopfschmerz ist auch für die Wissenschaft noch ein Buch mit sieben Sigeln und man tut sich mit halbwegs nachvollziehbaren Erklärungen schwer. Nun erklärt der Berliner Kopfschmerz-Experte Jan-Peter Jansen die Schmerzen der vom Eiscremekopfschmerz geplagten Menschen „als eine Art vorübergehenden Krampf im Kopf“ und gibt den Blutgefäßen die Schuld am plötzlichem Auftreten, denn „wenn industriell hergestelltes Speiseeis mit seinen minus 16 Grad Celsius den Gaumen oder Rachenraum berührt, schlagen bei empfindlichen Menschen die dort befindlichen Kälterezeptoren Alarm“. Um den Wärmeverlust auf ein Mindestmaß zu reduzieren reagiert das Gehirn mit dem Befehl "Blutgefäße verengen". Die Folge davon ist eine Kettenreaktion, denn dadurch verkrampfen sich auch hinter dem Gaumen liegende Blutgefäße – der stechende Kopfschmerz tritt auf. Aber dies ist nur eine von vielen möglichen Theorien. Der Schuldige könnte beispielsweise auch beim Trigeminusnerv gefunden werden. Dieser hochsensible Gesichtsnerv versorgt neben Gesichts- und Stirnhöhlenschleimhaut auch Teile der Hirnhäute und die kalte Überreizung könnte bei seinen Rezeptoren die Botschaft Schmerz auslösen. Denn Kopfschmerzen werden bekannter Weise ja von unterschiedlichen Reizen ausgelöst. Und Kälte ist einer dieser Reize. Der plötzliche Schmerz kann aber auch beim Schwimmen, beim Tauchen in kaltem Wasser, oder bei einer eiskalten Dusche auftreten.
Betroffen vom Eiscremekopfschmerz sind vor allem Personen, die auch im Alltag unter Migräneattacken zu leiden haben.

5. Die Arten des Schmerzes

Schmerz ist immer ein subjektives Erleben und setzt sich aus vielen verschiedenen Sinnes- und Gefühlseindrücken zusammen. Er bringt in der Regel eine Störung des Wohlbefindens mit sich und kann auch körperliche Schädigungen nach sich ziehen.

Die Arten des Schmerzes: vielfältig und individuell

Schmerzen sind in ihrem Auftreten äußerst vielfältig und jeder Mensch nimmt sie sehr individuell wahr. Neben körperlichen Empfindungen spielen psychisch-seelische Faktoren sowie die bisherige Schmerzgeschichte eines Menschen eine Rolle. Dennoch versuchen Wissenschaftler, die zahlreichen verschiedenen Schmerzarten in einem Ordnungssystem zu gliedern und unterteilen Schmerzen nach drei Hauptkriterien:

Dauer:

Akute oder chronische Schmerzen

Schmerzentstehung:

  • Nozizeptiv (klassischer organischer Schmerz. Mögliche Ursachen: Verletzungen, Brüche, Gelenkverschleiß (Arthrose) und andere Beschwerden wie Bauchschmerzen),
  • neurogen (Nervenschmerz; Schmerz, der vom Nervensystem selbst ausgeht) oder
  • psychogen (Seelenschmerz durch unbewusste seelische Konflikte oder unbewältigte traumatische Erfahrungen wie Verluste, Lebenskrisen, schwere Probleme oder Unfälle).

Lokalisation/Qualität:

Oberflächenschmerz oder Tiefenschmerz

Folgende Schmerzarten kommen bei uns häufig vor:
  • Amputationsschmerzen/Phantomschmerzen
  • Cluster-Kopfschmerz (in Intervallen auftretende Schmerzattacken)
  • Fibromyalgie (chronische Schmerzerkrankung)
  • Ganzkörperschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Gesichtsschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Herzbeschwerden/Brustschmerzen/
  • Kopfschmerzen
  • Menstruationsschmerzen
  • Migräne
  • Morbus Sudeck (Sudeck-Krankheit)
  • Muskelschmerzen/-krämpfe
  • Myalgien (Muskelschmerzen/-verspannungen)
  • Nackenschmerzen
  • Nierenschmerzen
  • Ohrenschmerzen
  • Osteoporoseschmerzen
  • Rücken-/Kreuz-/Schulterschmerzen
  • Spannungskopfschmerzen
  • Tumorschmerzen

Die Diagnose: Ursache erkannt, Schmerz gebannt

Um Schmerzen bestmöglich behandeln zu können, ist es wichtig, den genauen Schmerzauslöser herauszufinden. Nur so kann eine Schmerztherapie angemessen, mit den richtigen Medikamenten und in optimaler Dosierung erfolgen. Wer öfter unter Schmerzen leidet, sollte daher den Weg zum Arzt nicht scheuen, um mit fachlicher Hilfe die Ursache herauszubekommen und mögliche andere Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen. Da Schmerzen sehr unterschiedliche Hintergründe haben können, erfordert die Diagnose mitunter einiges an Zeit und Geduld sowie viel Erfahrung auf Seiten des Arztes. Für schwere Probleme gibt es auch spezialisierte Schmerzkliniken. Manchmal sind die Ursachen jedoch auch recht schnell über ein ausführliches Arztgespräch und ein Schmerztagebuch herauszufinden. Und – der Weg und die Mühe lohnen sich: Ist die richtige Diagnose getroffen, können Betroffene endlich aktiv etwas unternehmen und bald wieder mehr Lebensqualität genießen.

6. Cluster-Kopfschmerzen

Cluster- Kopfschmerzen fühlen sich für die Betroffenen meist so an, als würden sie von einem bestimmten Punkt ausgehen und treten in Intervallen (Clustern) von etwa zwei Wochen bis zu zwei Monaten auf. Die Schmerzattacken kommen in der Regel innerhalb weniger Minuten, sind äußerst heftig und dauern etwa eine Stunde an. Sie ziehen vom Augenbereich in die Kopfregion. Viele Patienten beschreiben den immer einseitigen Schmerz, als bekämen sie ein glühendes Messer durch ein Auge in den Kopf gestoßen. Meist werden Betroffene davon nachts überrascht, es können aber auch tagsüber mehrere Attacken auftreten. Die Schmerzphasen dauern bis zu zwei Monate, schmerzfreie Phasen können auch über ein Jahr anhalten. Begleiterscheinungen sind meist Augenrötungen, Augenlidschwellungen, Tränenfluss, laufende oder verstopfte Nase, Schwitzen und Ruhelosigkeit. Cluster-Kopfschmerzen sind sehr selten, Männer sind häufiger davon betroffen als Frauen. Zu den Ursachen ist bisher wenig bekannt. Eventuell liegt es an einer Störung der Hypothalamus-Funktion. Betroffene sollten auf jeden Fall ärztlichen Rat einholen.

7. Migräne

Migräne – für viele Menschen der Inbegriff für Kopfschmerzen. Es handelt sich dabei jedoch nur um eine der vielen Unterformen mit ganz typischen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen oder Licht-, Lärm- und Geruchssensibilität.

Migräneanfall – mit oder ohne Aura
Wissenschaftler unterscheiden zwei Hauptformen von Migräne: „Migräne mit Aura“ und „Migräne ohne Aura“. Die „Aura“ ist eine Phase vor der eigentlichen Migräneattacke, in der sich erste Symptome zeigen, die den Migräneanfall einleiten. Es handelt sich dabei meist um neurologische Störungen wie:

  • Sehstörungen (Sehausfälle, Doppelbilder, Flimmern, Schlieren, Linien)
  • Gefühlsstörungen
  • Sprachstörungen
  • Halbseitige Lähmungserscheinungen
  • Schwäche, Schwindel, Benommenheit
  • Verstimmung

Die Aura-Phase dauert in der Regel bis zu einer Stunde, dann setzt der Migräneanfall ein. Bei etwa zehn Prozent der Betroffenen kündigt sich die Migränephase auf diesem Wege an. In seltenen Fällen klingen die Aurasymptome auch ohne folgende Migräne wieder ab.

Migräne – Ablauf und Verlauf
Die eigentliche Migräne-Attacke dauert meist zwischen vier Stunden und drei Tagen. Die Kopfschmerzen beginnen langsam, ziehen sich einseitig vom Nacken zur Stirn und pochen vermehrt im Augen- oder Schläfenbereich.
  • Typische Symptome sind:
  • pulsierende, bohrende Schmerzen
  • anfallartiges Auftreten
  • Starkes Druckgefühl
  • Nackenschmerzen und -verspannungen
  • Schmerzen nehmen bei körperlicher Bewegung zu
  • Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen
  • Extreme Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit
  • Starke Berührungsempfindlichkeit
  • Starke Einschränkung der Alltagsaktivitäten

Ursachen und Auslöser
In Österreich leiden etwa eine Millionen Menschen an Migräne, Frauen sind drei- bis viermal häufiger betroffen als Männer. Die Ersterkrankung tritt meist zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr auf, in der Regel haben Migräniker einen Anfall pro Monat. Migräne kann verschiedene Ursachen haben:

  • Genetik: Ob es eine genetische Veranlagung gibt, ist noch umstritten. Die Anfälligkeit ist in Familien erhöht, könnte aber auch an den Umfeldfaktoren liegen. Möglicherweise ist das Risiko und die Sensibilität dafür erhöht, ob die Krankheit allerdings zum Ausbruch kommt, hängt entscheidend von der individuellen Lebensführung ab.
  • Hormone: Es ist sehr wahrscheinlich, dass Hormone an der Migräne beteiligt sind. Migräne tritt meist während der Pubertät erstmals auf und trifft Frauen bis zum 40. Lebensjahr wesentlich häufiger als Männer. Vor der Pubertät und nach den Wechseljahren sind jedoch beide Geschlechter gleichermaßen betroffen. Zudem geht die Migräneneigung während der Schwangerschaft oft sehr zurück.
  • Körpergewicht: Neuere Untersuchungen lassen auch einen Zusammenhang zwischen dem Körpergewicht und Migräne vermuten. Eine US-Studie ergab, dass Menschen mit Übergewicht stärker und häufiger an Migräneattacken leiden.

Migräne-Auslöser sind immer sehr individuell und treten meist kombiniert auf:
  • Stress (meist nach der Stressphase; Wochenend-Migräne)
  • Ängste und Depressionen
  • Ärger und Konflikte
  • Wetterwechsel, extreme Kälte und Hitze
  • Luftdruckabfall, Föhn
  • Lärm
  • Schlechte Lichtquellen
  • Verrauchte Räume
  • gestörter Schlafrhythmus, Schlafmangel
  • PMS/Menstruation bei Frauen
  • Hormone
  • Medikamente (Bluthochdruck- und Herzmittel)
  • Nahrungsmittel wie manche Käsesorten, Alkohol, Zucker, Kaffee und Geschmacksverstärker (Glutamat)
  • Extremer Hunger


Behandlung und Vorbeugung der Migräne Migräne lässt sich bisher zwar nicht vollständig heilen, inzwischen aber gut behandeln, so dass viele Betroffene ein relativ schmerzfreies Leben führen können. Zu einer umfassenden Migränebehandlung gehören die drei Bereiche

  • Medikamente (akut und prophylaktisch),
  • Bewegung und
  • Entspannung

Mit modernen Medikamenten kann die Dauer und Heftigkeit von Migräne-Attacken sehr gut reduziert werden. Bei leichteren Attacken helfen Präparate mit Acetylsalicylsäure wie die Aspro-Produkte, eventuell in Kombination mit einem Mittel gegen Übelkeit. Menschen mit starken Anfällen sollten auf jeden Fall die Einnahme von Schmerzmitteln mit dem Arzt absprechen. Zur Vorbeugung ist außerdem ein bewusster, geregelter Lebensalltag wichtig, Entspannung sowie leichter Ausdauersport. Bei häufigen und schweren Attacken können auch Medikamente vorbeugend helfen, vom Arzt individuell eingestellt. So macht das Leben wieder Spaß und Freude am Alltag kehrt zurück.

8. Zahnschmerzen

Zahnschmerzen sind meist bohrend, ziehend, klopfend, dumpf oder stechend und wirken sehr unangenehm bis hin zu unerträglich. Sie treten hauptsächlich bei Zahnerkrankungen, Zahnbehandlungen oder Nebenhöhlenbeschwerden auf. Bei Entzündungen und Vereiterungen kann zusätzlich die Backe anschwellen. Empfindliche Zähne reagieren auch auf Kalt und Heiß mit heftig ziehenden Schmerzen.

Mögliche Ursachen sind zum Beispiel:
  • Zahnbehandlungen
  • Karieserkrankung
  • Parodontose (Zahnfleischentzündung)
  • Zahnwurzelentzündungen
  • Überempfindliche Zähne
  • Weisheitszähne
  • Fehlstellungen der Zähne
  • Nasennebenhöhlenvereiterung
  • Bei Kindern: Durchbrechen neuer Zähne (Zahnen)

Selbsthilfe
  • Ruhe: Den Kopf ruhig halten.
  • Reizlos: Nichts extrem Kaltes oder Heißes essen und trinken. Die Zähne möglichst wenig reizen.
  • Schmerzmittel: Zur Linderung akuter Schmerzen ein Medikament mit Acetysalicysäure wie Aspro einnehmen. Auf jeden Fall zum Zahnarzt gehen und die Ursache klären lassen. Vor Operationen kein ASS-Präparat einnehmen, da es die Blutungsneigung erhöht.
  • Kühlung: Bei Entzündungen mit Schwellungen einen kühlenden Umschlag auf die Wange legen.
  • Vorsorge: Regelmäßige Zahnarztuntersuchungen
  • Zahnpflege: Eine gründliche Reinigung der Zähne, mindestens zweimal täglich.


9. Nerven- und Rheumaschmerzen

Normalerweise erfüllen unsere Nerven ihre Funktionen, ohne dass wir etwas von ihnen spüren. Erst wenn unser Nervensystem überstrapaziert oder angegriffen ist, die Nerven „blank“ liegen, bekommen wir eine Ahnung davon, wie dauerhafte Nervenstörungen den Alltag und die Lebensqualität eines Menschen beeinträchtigen können. Nach Angaben des Deutschen Grünes Kreuzes e. V. leiden in Deutschland rund 1,8 Millionen Menschen unter chronischen Nervenschmerzen. Oft treten diese Schmerzen als Begleiterscheinung oder in Folge einer anderen Erkrankung wie Gürtelrose oder einer Amputation auf. Betroffene sind oft jahrelang starken körperlichen Schmerzen und seelischen Beeinträchtigungen ausgesetzt. Doch es gibt Wege aus der Schmerzhölle.

Ganz nach Zeit
Entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung chronischer Schmerzen ist die Einnahme der Medikamente nach einem festen Zeitplan. So ist sichergestellt, dass der Wirkstoffpegel gleichmäßig gehalten wird und keine weiteren Schmerzen auftreten können, das Schmerzgedächtnis sich zurückbildet. Das entlastet die Betroffenen enorm, sie können von ihren Beschwerden abschalten und ihren Alltag wieder ohne große Einschränkungen bewältigen. Die Behandlung chronischer Schmerzen dauert meist einige Zeit und sollte regelmäßig von einem Arzt kontrolliert werden.

Schmerztagebuch
Um das Schmerzgeschehen besser zu verstehen und den Ursachen auf die Spur zu kommen, kann ein Schmerztagebuch sehr nützlich sein. Der Betroffene macht sich darin täglich Notizen zum Tagesverlauf, der Schmerzstärke und dem allgemeinen Gesundheitszustand. Das hilft, eine bessere Wahrnehmung der Abläufe im Körper zu gewinnen und dient dem Arzt als wichtige Informationsquelle für die Diagnose und Therapie.

10. Gelenk- und Muskelschmerzen

Fast jeder Mensch leidet irgendwann unter Muskel- oder Gelenkschmerzen, vermehrt mit fortschreitendem Alter. Sie beeinträchtigen oftmals die Lebensqualität der Betroffenen stark. Es können fast alle Gelenke und Muskeln des Körpers betroffen sein, überwiegend sind es Arme, Schultern, Hände, Hüfte, Beine und Füße. Gelenk- und Muskelschmerzen sind in der Bevölkerung weit verbreitet, treten vermehrt im Alter auf und können sehr vielfältige Ursachen und Formen haben:

  • Arthrosen (degenerative Gelenkerkrankungen)
  • Arthritis
  • Fibromyalgie
  • Gicht
  • Rheuma (Erkrankungen des Bewegungsapparates)
  • Traumata (z.B. Prellungen)
Weitere Ursachen:
  • Fehlhaltungen, Fehlbelastungen
  • Verrenkungen
  • Bewegungsmangel
  • Rückenschmerzen
  • Übersäuerung
  • Fehlernährung mit Mangel an Vitalstoffen
  • Zu hoher Konsum von Genussgiften, Alkoholmissbrauch
  • Erkältung oder Grippe
  • Infektionen
  • Erkrankungen des Bindegewebes
  • Entzündungen
  • Osteoporose
  • Stress
  • Vergiftungen (z.B. Wohnraumgifte) und Schwermetallbelastungen
  • Morbus Parkinson
  • Diabetes

Behandlung
Da viele der möglichen Erkrankungen auch bleibende Folgeschäden nach sich ziehen können, sollten Betroffene sich gute medizinische Hilfe holen. Hier ist eine möglichst frühzeitige, gute Diagnose wichtig, um solche Schädigungen und deren Fortschreiten verhindern zu können.


11. Spannungskopfschmerz als Spitzenreiter

Dass wiederholte oder heftige Kopfschmerzen einen Gehirntumor signalisieren, ist extrem selten – üblicherweise treten vorher andere neurologische Störungen wie etwa Schwindel auf. Die meisten Formen von Kopfschmerzen entstehen, weil das System von Entstehung, Weiterleitung oder Verarbeitung von Schmerz gestört ist. Spitzenreiter ist der Spannungskopfschmerz, mit dem sich knapp vier von zehn Männern und Frauen herumschlagen. Die Bezeichnung kommt ursprünglich von Verspannung, doch heute nimmt die Forschung an, dass die Schmerzhemmung im Gehirn nicht optimal arbeitet. Nackenverspannungen sind also nicht der Grund, können jedoch ein begünstigender Faktor sein.

Spannungskopfschmerz tritt meist beidseitig auf, ist dumpf, drückend, ziehend. Er kann nur die Stirn-, Schläfen- oder Scheitelregion betreffen, sich aber auch vom Nacken her über den ganzen Kopf ausbreiten. Oftmals lässt sich der Schmerz nicht genau lokalisieren. Typisch bei den Betroffenen ist das Gefühl, in einen Schraubstock eingezwängt zu sein.

Die Schmerzen sind leicht bis mittel. Eine Attacke kann mehrere Stunden bis zu einem Tag anhalten, die Schmerzen treten gelegentlich bis täglich auf. Kommt es an mindestens 15 Tagen pro Monat ein Jahr lang regelmäßig zu Schmerzen, spricht man von Dauerkopfschmerz. Auslöser sind zunächst Wetterwechsel und Stress, später verselbständigt sich das Schmerzempfinden und braucht keine Auslöser mehr.

Spannungskopfschmerzen gehören (wie Migräne und Clusterkopfschmerz) zu den „primären Kopfschmerzerkrankungen“. Das heißt, sie sind eine behandlungswürdige Krankheit, weil sie nicht als Folge einer anderen Erkrankung oder einer Therapie entstehen. Zu Spannungskopfschmerz kommt es nicht selten zusammen mit Migräne; in über 90 Prozent der primären Kopfschmerzerkrankungen geht es um diese beiden Formen.

Die Ursache von Spannungskopfschmerzen kann nicht ausgeschaltet werden. Die Behandlung besteht in einer schnellen und anhaltenden Linderung des Schmerzes, wie sie das Kombinations-Analgetikum DUAN möglich macht. Darin sind die Schmerzstiller Acetylsalicylsäure und Paracetamol mit Coffein kombiniert und verstärken sich gegenseitig in ihrer Wirkung. So reichen schon kleinere Dosierungen der Einzelstoffe für Beschwerdefreiheit.

Unbedingt zum Arzt sollten Sie, wenn:

  • die Kopfschmerzen an mehr als zehn Tagen im Monat auftreten
  • Sie immer häufiger oder immer mehr Schmerzmittel nehmen
  • die Schmerzen häufiger kommen, stärker werden oder die Schmerzart sich verändert (z. B. dumpf statt pochend)
  • Sie zusätzlich einen steifen Nacken und/oder Fieber haben
  • Sie zusätzlich kurzatmig sind, Fieber haben oder Symptome an Augen, Ohren, Nase, Hals
  • die Schmerzen mit starker Übelkeit oder mit Sehstörungen auftreten
  • die Ursache der Schmerzen eine Kopfverletzung ist.

 


 
 
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